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Die 12 neusten RSS-Einträge aus aus den
DARC News

  1. 30.09.2026   Crossover-SAT-Transponder 29 MHz USB => 435 MHz FM

    HADES-L (AMSAT-EA) ist ein kleiner Versuchssatellit (10 × 5 × 5 cm) mit einer durchschnittlichen Leistungsabgabe von 175 mW. Seine Experimente umfassen u.a. einen Kommunikationstransponder (Uplink 28,472 MHz USB, 3 kHz Bandbreite; Downlink 436,665 MHz FM; kein Zugangston), einen digitalen Sprachbaken-Stream mit CODEC2 (K = 7) und Faltungs-FEC R = 1/2, Messungen der Rauschleistung bei 30 MHz zur Link-Budget-Validierung sowie tägliche Aufzeichnungen in der letzten Umlaufbahn (Batteriespannung, interne/externen Temperaturen, Signal‑ und Rauschpegel, Zeit seit letztem Reset). | ▶️

    Außerdem trägt der Satellit eine Nutzlast zur Strahlungsmessung (Elektronen, Photonen, Röntgen) zum Materialvergleich und validiert das Energiemanagement, das alle Experimente ermöglicht.

    Der Transponder ist im 12‑Minuten‑Rhythmus für 4 Minuten aktiv; alle Telemetrie‑ und Experimentdaten werden mit 800 bps übertragen. Der UHF‑Sender schaltet je nach Batterieladezustand automatisch zwischen +13 dBm und +20 dBm. Betrieb kann entweder mit Sprache oder mehreren gleichzeitigen CW/FT4/FT8‑Signalen erfolgen; der erste Mittwoch jedes Monats ist für digitale Betriebsarten reserviert. Die AMSAT‑EA betont die Besonderheit, das 29‑MHz‑Band für den Uplink zu nutzen.

    Der Start ist geplant mit dem Mission Transporter-18 von SpaceX, einem Rideshare-Flug, der mehrere Kleinsatelliten ins All bringen soll, die Amateurfunk-Frequenzen nutzen, welche von der IARU koordiniert wurden. Läuft alles nach Plan, startet HADES-L am 1. Oktober 2026 mit einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Space Force Base (USA) in eine 500 × 600 km, 97° Umlaufbahn (UNNE‑1B).

    Das Bild macht die Dimensonen von HADES-L deutlich: Es zeigt Vorgänger HADES-R (Bild: AMSAT-EA). 

  2. 30.09.2026   Starttermin für ERMINAZ-2-Satelliten steht fest

    Jetzt ist es offiziell! Die drei AMSAT-DL-PocketQubes ERMINAZ-2U, -2V und -2X sollen am 1. Oktober 2026 um 18:18 Uhr UTC (20:18 Uhr MESZ) mit einer Falcon-9-Rakete im Rahmen der Transporter-18-Mission ins All starten. Die drei Satelliten bringen Telemetrie, digitale Bildübertragung und einen Digipeater in den Orbit.

    Die drei Satelliten fliegen gemeinsam mit OSSIE, einer von UARX entwickelten Plattform für den Transport und die Aussetzung von Kleinsatelliten.

    Die AMSAT-DL entwickelte und baute die drei ERMINAZ-2-Satelliten. Jeder Satellit entspricht dem PocketQube-Standard 1P. Das bedeutet eine Kantenlänge von fünf Zentimetern und ein Gewicht von rund 250 g. Die Satelliten sollen eine polare, sonnensynchrone Umlaufbahn in rund 500 bis 600 km Höhe erreichen. Die Umlaufzeit beträgt etwa 95 Minuten.
     

    Frequenzen und Rufzeichen
     

    Die drei Satelliten nutzen unterschiedliche Frequenzen im Amateurfunksatellitenband. Die IARU hat folgende Frequenzen koordiniert:
     

    Satellit Rufzeichen Downlink
    ERMINAZ-2U DP0PQA 435,900 MHz
    ERMINAZ-2V DP0PQB 145,920 MHz
    ERMINAZ-2X DP0PQC 145,960 MHz
  3. 30.09.2026   DARC-Seminar „Smithdiagramm und Netzwerkanalysator“ am 23.–24. Oktober
    DARC-Seminare

    Vom 23. bis 24. Oktober findet im Amateurfunkzentrum Baunatal das DARC-Seminar „Smithdiagramm und Netzwerkanalysator“ statt. Dozent Prof. Dr.-Ing. Michael Hartje, DK5HH, gibt darin einen Einblick in die Darstellungsmethode zur Messung von HF-Bauelementen, Leitungen, Antennen, Balunen und Filtern. In den Seminarkosten von 205 € ist eine Übernachtung im Hotel Stadt Baunatal sowie Verpflegung während des Seminares enthalten. Beginn Freitag 15 Uhr, Ende Samstag 18 Uhr. Die Anmeldung erfolgt auf events.darc.de/smith-2026/.

  4. 30.09.2026   FunkWX - noch ruhig / CME-Warnung

    Die Sonnenwindgeschwindigkeiten liegen auf Hintergrundniveau. Es wird erwartet, dass die geomagnetische Aktivität überwiegend ruhig bleibt, wobei eine geringe Wahrscheinlichkeit für vereinzelte unbeständige Phasen besteht. Die Flareaktivität ist gering (M10% X01%). Für Freitag liegt eine CME-Warnung vor. |

  5. 28.09.2026   SSTV-Bilder von der ISS im Zeitraum 2. bis 6. Oktober
    ISS

    ARISS hat angekündigt, dass ab dem kommenden Wochenende, dem 2. Oktober, bis einschließlich 6. Oktober eine SSTV-Veranstaltung von der Internationalen Raumstation (ISS) aus übertragen wird. Es handelt sich um die SSTV-Serie 33, die erste SSTV-Veranstaltung der Expedition 75 auf der ISS. Die Bildinhalte sollen den Schwerpunkt auf die Bildung von Schülern legen. Die Sendungen erfolgen im SSTV-Mode Robot 36 auf 437,500 MHz plus/minus Dopplerverschiebung.

    Empfangene Bilder können in der ARISS-SSTV-Galerie eingereicht werden unter https://ariss-usa.org/ARISS_SSTV/ . Sie auch den Original-Post unter https://mastodon.hams.social/@ARISS_Intl/117315559694748769.

  6. 28.09.2026   52. Funktionsträgerseminar im Amateurfunkzentrum Baunatal
    DARC e.V.

    Aus allen Himmelsrichtungen sind sie gekommen – zum Amateurfunkzentrum nach Baunatal, um vom 28. bis 30. September am 52. Funktionsträgerseminar Grundlagen teilzunehmen. Die Teilnehmer bekommen viele Informationen und Werkzeuge an die Hand, um die tägliche Arbeit im Ortsverband zu gestalten. Inhaltlich geht es beispielsweise um das kleine 1x1 der Arbeit im OV, Kassenführung, Mitgliederversammlung und Wahlen, aber auch um Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

    Das Seminar bietet zudem die Möglichkeit, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, beispielsweise die Sortier-Maschine in der QSL-Abteilung in Aktion zu sehen oder auch Einblicke in die Entstehung der CQ DL zu nehmen. Nach 19 Uhr ist allerdings noch nicht Schluss, hier können die Teilnehmer aus verschiedenen Workshops wählen, beispielsweise wie Soziale Medien im DARC bespielt werden, Funkbetrieb an der Clubstation DFØAFZ oder nochmal einen detaillierteren Einblick in die Entstehung der CQ DL samt Tipps zum Schreiben von Beiträgen für die Clubzeitung. Die nächsten Termine für das Seminar finden Sie unter https://www.darc.de/nachrichten/veranstaltungen/#c329833.

  7. 28.09.2026   SAQ geht am 24. Oktober wieder auf Sendung
    SAQ

    Der Längstwellensender SAQ im schwedischen Grimeton geht zum UN-Tag am 24. Oktober wieder auf Sendung. Die Signale auf 17,2 kHz werden dabei durch einen historischen Maschinensender elektromechanisch erzeugt. Um 12:30 UTC erfolgt die Inbetriebnahme und die Abstimmung des Senders. Die eigentliche Nachricht wird um 12:45 UTC gesendet („VVV VVV VVV de SAQ SAQ SAQ“). Um 13:00 UTC erfolgt eine Friedensnachricht von SAQ.

    Neben der Aussendung auf HF kann das Geschehen vor Ort über einen YouTube-Livestream verfolgt werden: https://www.youtube.com/watch?v=qcw60OCIosU&feature=youtu.be. Weiterhin lohnt es sich bereits am 23. Oktober den Empfänger einzuschalten, hier erfolgen in der Zeit von 11:00 bis 14:00 UTC Testsendungen. Für Empfangsbestätigungen gibt es ein Online-Formular unter https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScKqX1aVtxLn9Ua44UKTsc6hD5ArhnOtprJ7HGQGazTC8ucng/viewform. Am Aktionstagt ist weiterhin die Clubstation SK6SAQ auf folgenden Frequenzen QRV: in CW auf 3517,2 kHz, 7017,2 kHz und 14017,2 kHz sowie in SSB auf 3755 kHz und 7140 kHz. QSL-Karten gehen via Büro.

  8. 28.09.2026   WDR-Aktionstag am 3. Oktober: Türen auf mit der Maus
    Screenshot Maustag

    Wer schaut nicht gerne hinter Türen, die sonst verschlossen sind, um etwas Unbekanntes zu entdecken? Viele davon werden am Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ in Deutschland am 3. Oktober öffnen. Das Motto des WDR-Aktionstages in diesem Jahr lautet „Kleine Wunder“. Kleine Wunder entstehen jeden Tag, in Unternehmen, Vereinen, Werkstätten, Laboren und vielen weiteren Orten. Eine gute Gelegenheit, die kleinen Wunder des Amateurfunks der Öffentlichkeit zu zeigen.

    Eine Karte mit bundesweiten Teilnehmenden finden sich auf der Webseite der Aktion unter https://www.wdrmaus.de/extras/tueren_auf/.

  9. 28.09.2026   Bundesrat beschließt 5. Änderung zur Frequenzverordnung
    Änderung Frequenzverordnung

    In seiner turnusmäßigen Sitzung am 25. September hat der Bundesrat die Fünfte Verordnung zur Änderung der Frequenzverordnung beschlossen. Damit ist nun ein weiterer Schritt getan, eine rechtliche Basis für den erneuten Sendebetrieb deutscher Funkamateure im 4-m-Band zu schaffen. Dieser Beschluss des Bundesrats bedeutet jedoch nicht automatisch, dass etwa ab dem 1.1.2027 wieder im 4-m-Band gefunkt werden darf.

    Auf der Zeitschiene stehen erst einmal die formale Ausfertigung der Verordnung durchs zuständige Ministerium und die Verkündung im Bundesgesetzblatt. Daran anschließend folgen die notwendige Aktualisierung des Frequenzplans durch die Bundesnetzagentur und die Anpassung der Nutzungsbestimmungen. Danach kann eine Zuteilung durch die BNetzA erfolgen. Erst nach Veröffentlichung einer entsprechenden Verfügung, also dem dort genannten Stichtag, dürfen Funkamateure diese Frequenzen legal nutzen. Wenn alle diese Prozesse zügig ablaufen, könnte es bis zum Beginn der Sporadic-E-Saison 2027 klappen.

    Bernd Mischlewski, DF2ZC
    Martin Weber, DL5DS
    Referat Frequenzmanagement

  10. 28.09.2026   Aktuelle Conteste KW 40/2026

    Conteste in der Kalenderwoche 40/2026 - 28.09.26 bis 04.10.26►

                 
    Mo 28.09.26 Di 29.09.26 Mi 30.09.26 Do 01.10.26 Fr 02.10.26 Sa 03.10.26 So 04.10.26
    16:30 - 17:29
    OK1WC Memorial
    [CW] [80/40m]
    19:30 - 20:29
    TTC-SPCWC
    [CW] [80/40m]
    19:00 - 20:00
    CWT Mini Contest
    [CW] [160 - 10m]
    00:00  < Aktivitätswoche  des DTC > 24:00
    [CW] [alle, inkl. WARC]
    19:00 - 21:00
    RSGB FT4 Contest
    [FT4][80 - 10m]
        07:00 - 08:00
    CWT Mini Contest
    [CW] [160 - 10m]
      06:00   < Oceania DX Contest >     06:00
    [SSB] [160-10m]
              07:00 - 10:00
    DL Telegrafie CT DTC
    [CW] [80,40m]
    06:00 - 10:00
    ON Contest
    [SSB] [80/40m]
              12:00    < Russian Digital Contest >    11:59
    [RTTY/PSK63] [160-10m]
              14:00 < IARU-R1 UHF/µW Contest >  13:59
    [432 MHz und höher] [CW/SSB/FM]
    [CMC/CMO/UKW]
              16:00 - 18:00
    DARC HELL Contest
    [Hell] [80m]
    09:00 - 11:00
    DARC HELL Contest
    [Hell] [40m]
    xxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxx 16:00 - 18:00
    Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend
    [Alle] [80m]
    17:30 - 18:00
    Sunday Race
    [CW] [80m]
    xxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
  11. 26.09.2026   Ausbreitungsvorhersage für 10/2026

    Der Oktober 2026 dürfte einer der besseren Herbstmonate des aktuellen Sonnenzyklus werden. Wir befinden uns noch in der Phase erhöhter Aktivität des Sonnenzyklus 25, auch wenn der eigentliche Höhepunkt wahrscheinlich bereits erreicht wurde. Die aktuellen NASA- und NOAA-Prognosen zeigen für Herbst 2026 noch deutlich überdurchschnittliche Sonnenaktivität und hohe F10.7-Werte. 10 m, 12 m und 15 m sollten häufig offen sein, während 20 m und 40 m weiterhin als zuverlässige DX-Bänder dienen. Nur starke geomagnetische Störungen könnten die Bedingungen zeitweise deutlich verschlechtern. | ▶️

    Die Berechnungen erfolgten mit der über 12 Monate geglätteten Sonnenfleckenzahl R12 (engl. 12‑month smoothed sunspot number) und einem Wert von 75. R12 wird aus den monatlichen Sonnenfleckenzahlen berechnet und dient als Maß für die langfristige Sonnenaktivität.

    R12 eignet sich hervorragend, um die langfristige Entwicklung des Sonnenzyklus zu beurteilen, viele Ausbreitungsmodelle für die Ionosphäre und HF‑Prognosen basieren auf diesem Wert. Er beschreibt die allgemeine Stärke des Sonnenzyklus deutlich besser als die oft stark schwankenden täglichen Sonnenfleckenzahlen.

    Zur Einordnung: R12 = 0 bis 20 → sehr geringe Sonnenaktivität; 50 bis 100 → mäßige Aktivität; 150+ → hohe Aktivität, oft hervorragende Bedingungen auf den oberen Kurzwellenbändern.

    Als Faustregel für DXer: Ein R12 über 100 deutet meist auf sehr gute Chancen für 15 m, 12 m und 10 m hin, sofern der Kp‑Index niedrig bleibt.  

  12. 25.09.2026   JTTY — schneller, empfindlicher Tastatur‑Digimode für Contest & Chat

    Mit WSJT‑X 3.2.0-rc1 wird ein neuer Digimode vorgestellt: JTTY [1]. Im Text‑ und Messaging‑Slang steht JTTY für „just to tell you“. Der neue digitale Modus bietet schnelle, RTTY‑ähnliche Contest‑Austausche und Chat‑Kommunikation von Tastatur zu Tastatur. | ▶️

    JTTY arbeitet ähnlich wie RTTY, liefert jedoch eine deutlich bessere Empfindlichkeit bei gleichzeitig sehr niedrigen Fehlerraten. Im Gegensatz zu den FTx‑Modi erlaubt JTTY das Senden jederzeit. Verwendet wird eine 4‑Ton‑GFSK‑Wellenform mit 1,888‑Sekunden‑Frames und einer Bandbreite von etwa 127 Hz. Wie bei PSK31 lassen sich die Funktionstasten F1–F8 mit contesttypischen Austauschmeldungen belegen. Texte können während des Sendens geschrieben und in eine Warteschlange gestellt werden. Signal‑Subtraktion und adaptive Dekodierung unterstützen bei überlappenden oder fadenden Signalen. Gesendeter und empfangener Text wird in der Datei ALL.TXT protokolliert; eine MMTTY‑kompatible Schnittstelle verbindet zu MM‑Logger+ ab Version 1.0.11449 oder neuer. Das WSJT-Entwicklerteam um Joe Taylor hatte bereits im Juni 2026 JTTY angekündigt [2].

    Was ist 4-GFSK?

    GFSK, die Abkürzung für Gaussian Frequency Shift Keying, ist ein digitales Modulationsverfahren, das in zahlreichen modernen Funkanwendungen zum Einsatz kommt. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung der klassischen Frequenzumtastung (FSK), bei der digitale Informationen durch unterschiedliche Trägerfrequenzen übertragen werden. Während bei herkömmlicher FSK die Frequenzsprünge zwischen den einzelnen Datenbits abrupt erfolgen, werden diese Übergänge bei GFSK durch einen sogenannten Gauß-Filter geglättet. Dadurch entstehen weichere Frequenzwechsel, die das ausgesendete Signal deutlich spektral sauberer machen.

    Der größte Vorteil dieser Technik liegt in der reduzierten Bandbreite. Durch die geglätteten Übergänge wird weniger Energie in unerwünschte Nebenwellen abgestrahlt, sodass benachbarte Kanäle wesentlich geringer gestört werden. Dies verbessert die Frequenzökonomie und ermöglicht eine effizientere Nutzung des verfügbaren Spektrums. Gerade in Zeiten zunehmender Funkaktivität und knapper Frequenzressourcen stellt dies einen wichtigen Vorteil dar.

    Ein weiterer Pluspunkt von GFSK ist die nahezu konstante Hüllkurve des Signals. Im Gegensatz zu vielen komplexeren digitalen Modulationsverfahren bleibt die Sendeleistung weitgehend gleichmäßig, wodurch auch hocheffiziente Leistungsverstärker eingesetzt werden können. Die Anforderungen an die Linearität der Endstufe sind vergleichsweise gering, was insbesondere bei batteriebetriebenen Geräten von Vorteil ist. Gleichzeitig bleibt die Modulation robust gegenüber Störungen und Amplitudenschwankungen, was zuverlässige Funkverbindungen selbst unter schwierigen Ausbreitungsbedingungen ermöglicht.

    Die Glättung der Frequenzübergänge bringt allerdings auch einen kleinen Nachteil mit sich. Da sich benachbarte Symbole gegenseitig beeinflussen können, steigt die Komplexität der Signalverarbeitung im Empfänger. Moderne digitale Signalprozessoren bewältigen diese Aufgabe jedoch problemlos, sodass die Vorteile in den meisten Anwendungen deutlich überwiegen.

    GFSK und verwandte Verfahren haben sich daher in einer Vielzahl technischer Systeme etabliert. So basiert Bluetooth sowohl in der klassischen Variante als auch bei Bluetooth Low Energy auf GFSK. Das weltweit eingesetzte Mobilfunksystem GSM verwendet mit GMSK (Gaussian Minimum Shift Keying) eine eng verwandte Modulationsart. Auch das automatische Schiffsidentifikationssystem AIS setzt auf diese Technologie. Im Amateurfunk finden sich entsprechende Verfahren ebenfalls wieder. Die digitale Sprachbetriebsart M17 nutzt beispielsweise 4GFSK, bei der vier statt zwei Frequenzzustände übertragen werden. Dadurch lässt sich bei gleicher Kanalbreite eine höhere Informationsdichte erreichen. Weitere digitale Sprachsysteme wie DMR, NXDN oder D-STAR basieren ebenfalls auf FSK-Varianten.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass GFSK die Robustheit und Einfachheit der klassischen Frequenzumtastung mit einer deutlich besseren Spektraleffizienz verbindet. Die Kombination aus geringer Bandbreite, reduzierten Nebenaussendungen, hoher Energieeffizienz und guter Störfestigkeit macht dieses Verfahren bis heute zu einer der wichtigsten digitalen Modulationsarten im professionellen Funk, im Mobilfunk und im Amateurfunk. 


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    [1] https://wsjtx.github.io/wsjtx/ide-full.html#JTTY  
    [2] https://www.dx-world.net/new-digital-mode-jtty/ 
     

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