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Die 12 neusten RSS-Einträge aus aus den
DARC News

  1. 04.11.2026   DARC-Mitgliederversammlung tagt am 14. November
    DARC

    Am Samstag, dem 14. November, findet im Hotel Stadt Baunatal, Wilhelmshöher Str. 5 in 34225 Baunatal die Mitgliederversammlung des DARC e.V. statt. Der Tag beginnt um 9 Uhr mit einer offenen Diskussionsrunde für DARC-Mitglieder, in der bis etwa 10:30 Uhr ein Meinungsbild zu den vorliegenden Anträgen erarbeitet wird. Im Anschluss beginnt um 11 Uhr die eigentliche Mitgliederversammlung, die bis ungefähr 18 Uhr fortgeführt wird und ebenfalls öffentlich für alle DARC-Mitglieder ist.

    Die Unterlagen zur Versammlung nebst Tagesordnung und der vorliegenden Anträge sind unter https://www.darc.de/der-club/vo-ar/ar/ abrufbar (vorheriger Login als Mitglied erforderlich).

  2. 04.11.2026   Open mechanical key activity
    Morsetaste

    Der im September 2026 von Funkamateuren aus Deutschland, Lettland, dem Vereinigten Königreich und den USA gegründete Dog Day Telegraphy Club veranstaltet vier Mal im Jahr die „Open mechanical key activity“. Die einstündige Aktivität findet jeweils am ersten Freitag im Monat – in Kürze am 6. November – abends im 80-m-Band statt. Eingeladen sind alle Telegrafisten mit mechanischen Tasten, also Handtasten, Schlackertasten (Bugs) oder Cooties. Elektronische Tasten oder Computertasten sind nicht erwünscht! Es geht darum, den Sound mechanischer Tasten aufleben zu lassen.

    Frequenzen sind 3520 bis 3560 kHz, wobei auf QRP-Op bitte Rücksicht genommen werden sollte. Ausgetauscht werden RST (bitte ehrlich und nicht immer 599), Alter des Op und Typ der Taste. Typ ist „S“ für Handtaste („Straight key“), „B“ für Schlackertaste („Bug“) und „C“ für Cootie. Anruf ist „CQ MK“. Gewertet wird die Summe der Altersangaben aller QSO-Partner. Dubletten sollen im Log bleiben, sie werden von Amts wegen gestrichen und führen nicht zu einer Abwertung. Die vollständige Ausschreibung findet sich auf der Hompage des Clubs: https://dogdaytelegraphy.org/mechanical-key/. Die nächsten Termine sind: 4. Dezember 2026 18:00 UTC; 5. Februar 2027 18:00 UTC; 7. Mai 2027 19:00 UTC; 1. Oktober 2027 18:00 UTC; 3. Dezember 2027 18 Uhr UTC. Anfragen in englischer Sprache sendet man an info(at)dogdaytelegraphy.org, Anfragen in deutscher oder englischer Sprache an df4wx(at)darc.de. Darüber berichtet Michael Straub, DF4WX.

  3. 04.11.2026   FunkWX - Sonnenaktivität nimmt langsam wieder zu

    Der Sonnenwind hat sich deutlich abgeschwächt, und das wird in den nächsten 24 Stunden so bleiben. Es ist daher mit ruhiger geomagnetischer Aktivität (Kp 0–2) zu rechnen. Anders sieht es in Bezug auf das Flarerisiko aus, zwei Sonnenflecken zeigen eine zunehmend komplexere Konfiguration, damit ist das Risiko gestiegen - auf "mäßig" (M25% X10%). Auch der solare Flux hat zugelegt - auf 100 Einheiten. |

  4. 03.11.2026   DK0WCY und FunkWX setzen auf noch bessere Weltraumwetterdaten

    Gute Nachrichten für alle an Funkwetter und Ausbreitungsbedingungen Interessierten: DK0WCY nutzt ab sofort neue, hochwertige Datenquellen für wichtige Sonnenaktivitätsparameter. Die Sonnenfleckenrelativzahl wird nun von SILSO (Sunspot Index and Long-term Solar Observations) in Belgien bezogen. Mit der EISN (Estimated International Sunspot Number) steht eine international abgestimmte Kennzahl zur Verfügung, die die Beobachtungen zahlreicher Sonnenobservatorien weltweit zusammenführt und damit eine besonders belastbare Grundlage bietet. ▶️

    Auch der solare Flux wird künftig direkt von der offiziellen Quelle, dem Dominion Radio Astrophysical Observatory (DRAO) in Kanada, übernommen. Zusätzlich erfolgt die Darstellung nun mit einer Nachkommastelle, was eine noch präzisere Wiedergabe ermöglicht.

    Ab dem 4. November werden diese Verbesserungen ebenfalls im täglichen Funkwetterbericht (FunkWX) umgesetzt. Damit stehen Funkamateuren und Kurzwelleninteressierten noch genauere und wissenschaftlich fundierte Informationen für die Beurteilung der Ausbreitungsbedingungen zur Verfügung.

    Siehe auch http://dk0wcy.de/magnetogram/. 

  5. 02.11.2026   Vortrag: Antennen anpassen mit PASAN: Smith-Diagramm anschaulich nutzen
    treff.darc.de

    Am 4. November findet auf dem Treff.DARC der Vortrag „Antennen anpassen mit PASAN: Smith-Diagramm anschaulich nutzen“ statt. Beginn ist um 19 Uhr. Weitere Informationen nebst dem Teilnahmelink finden Sie auf treff.darc.de .

  6. 02.11.2026   YOTA Subregional Camp 2026 in Belgien – Bewerbung gestartet

    Vom 19. bis 23. Dezember 2026 findet das nächste YOTA (Youngsters On The Air) Subregional Camp im Euro Space Center in Transinne (Belgien) statt – und du könntest dabei sein! Organisiert wird das Camp von der belgischen Amateurfunkvereinigung UBA. Insgesamt werden 25 junge Funkamateure aus Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und Großbritannien zusammenkommen, um fünf spannende Tage rund um den Amateurfunk zu erleben.

    Dich erwarten:
     

    • Internationale Begegnungen und neue Freundschaften
    • Spannende Amateurfunk-Aktivitäten
    • Workshops, Technik und gemeinsames Lernen
    • Erfahrungsaustausch mit jungen Funkamateuren aus anderen Ländern
    • Ein abwechslungsreiches Programm an einem außergewöhnlichen Veranstaltungsort


    Wir suchen das deutsche YOTA-Team!

     

    Für Deutschland stehen dem DARC insgesamt 3 Plätze zur Verfügung:
     

    • 1 Teamlead: mindestens 18 Jahre, maximal 25 Jahre
    • 2 Teilnehmende: 15 bis 25 Jahre

    Der DARC stellt das deutsche Team zusammen und meldet die ausgewählten Personen offiziell beim Veranstalter an. Die Auswahl erfolgt durch das AJW-DL-Referat.

     

    So kannst du dich bewerben:

     

    Wenn du Interesse hast, schicke uns eine E-Mail mit einigen Informationen über dich. Erzähle uns beispielsweise, welche Erfahrungen du bereits im Amateurfunk gesammelt hast, was dich besonders interessiert und warum du gerne beim YOTA Camp dabei sein möchtest. 

    Bitte gib auch dein Alter, dein Rufzeichen (falls vorhanden) und an, ob du dich als Teamlead oder als Teilnehmer bewirbst. Bitte gebe auch eine Telefonnummer an, wo wir dich ggf. bei Rückfragen erreichen können.

    Deine Bewerbung muss bis spätestens 10. November 2026 per E-Mail bei uns eingehen:

     

    ajw(at)darc.de

     

    Da die Plätze für Deutschland auf drei Personen begrenzt sind, müssen wir gegebenenfalls unter den Bewerbungen auswählen. Idealerweise möchten wir auch jungen Funkamateuren eine Chance geben, die bisher noch nicht an einem internationalen YOTA Camp teilgenommen haben. Eine erneute Teilnahme ist selbstverständlich nicht ausgeschlossen.

     

    Teilnahme und Kosten

     

    Dank der Unterstützung durch Sponsoren beträgt die Teilnahmegebühr lediglich 35 Euro für fünf Tage und vier Übernachtungen. Hinzu kommen die individuellen Anreisekosten, die du als Teilnehmer selbst tragen musst.

     

    Weitere Informationen

     

    Alle Informationen zum Camp findest du auf der offiziellen Veranstaltungsseite:

     

    https://yota2026.uba.be/

     

    Die Ankündigung des belgischen Amateurfunkverbandes UBA findest du hier:

     

    https://www.uba.be/nl/nieuws/registraties-yota-kamp-belgie-geopend

     

    Weitere Informationen über das internationale YOTA-Programm und Eindrücke vergangener Veranstaltungen gibt es unter:

     

    https://www.ham-yota.com/

     

    Wichtig: Die Bewerbung für das deutsche Team erfolgt ausschließlich über das AJW-Referat des DARC. Bitte melde dich nicht eigenständig über das belgische Anmeldeformular an.

     

    Wir freuen uns auf deine Bewerbung und darauf, gemeinsam mit euch ein engagiertes deutsches Team nach Belgien zu schicken!

    Bei Fragen kannst du dich jederzeit gerne an uns wenden.

     

    Darüber informiert Florian Schmid, DL1FLO, vom DARC AJW-Referat.

  7. 02.11.2026   Aktuelle Conteste KW 45/2026

    Conteste in der Kalenderwoche 45/2026 - 02.11.26 bis 08.11.26 ►

    Mo 02.11.26 Di 03.11.26 Mi 04.11.26 Do 05.11.26 Fr 06.11.26 Sa 07.11.26 So 08.11.26
    16:30 - 17:29
    OK1WC Memorial
    [CW] [80/40m]
    18:00 - 20:00
    Westfalen Nord
    [CW/SSB/FM] [144/432MHz]
    17:00 - 21:00
    FT8 Activity
    [FT8][144MHz]
    07:00 - 08:00
    CWT Mini Contest
    [CW] [160 - 10m]
      14:00  < IARU-R1 MM CW Contest >  13:59
    [144] [CW]
    [CMC/CMO/UKW]
    20:00 - 21:30
    RSGB Autumn
    [Digi] [80m]
    18:00 - 22:00
    GMA Contest
    [alle][144MHz]
    19:00 - 20:00
    CWT Mini Contest
    [CW] [160 - 10m]
          07:00 - 17:00
    FIRAC Contest
    [SSB] [80m - 10m]
      18:00 - 22:00
    NRAU Activity
    [alle][144MHz]
          06:00 - 18:00
    50. IPA Radio Club Contest
    [CW] [80 - 10m]
    06:00 - 18:00
    50. IPA Radio Club Contest
    [SSB] [80 - 10m]
      18:00 - 22:00
    SP Activity
    [CW/SSB/FM] [144MHz]
          xxxxxxxxxxxxxxxxxxx 15:00 - 15:30
    Sunday Race
    [CW] [80m]
      19:30 - 20:29
    TTC-SPCWC
    [CW] [80/40m]
             
      20:00 - 22:30
    RSGB Activity
    [alle][144MHz]
             
    xxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
  8. 02.11.2026   Sendemasten in Beidler/Luxemburg werden gesprengt
    Sendemasten Beidler

    Für die drei Türme in Beidler in Luxemburg (JN39DR) herrscht nun Gewissheit: Sie werden am Freitag, dem 6. November, gegen 15 Uhr gesprengt. Die Firma Liesegang aus Hürth (D) wird die Sprengladungen zünden, die notwendigen Vorbereitungen hierfür laufen bereits. Die drei Sendemasten in Beidler gehören zum Broadcasting Center Europe (BCE), einer Tochtergesellschaft der RTL Groupe. Von 1972 bis zum 2. Januar 2023 (1 Uhr) sendeten sie Langwellenprogramme mit dem französischsprachigen Radioprogramm von RTL nach Frankreich.

    Darüber berichtet Mich Friederich, LX1KQ, vom Amateurfunkverband Radioamateurs du Luxembourg (RL). RTL Luxemburg berichtet unter https://www.rtl.lu/news/national/de-6-november-ginn-dmasten-zu-beidler-gesprengt-2099246245.

    (Foto: Ioni at Luxembourgish Wikipedia, Beidweiler Sender, CC BY-SA 3.0 LU)

  9. 01.11.2026   200 Jahre Ohmsches Gesetz

    In diesem Jahr jährt sich die Entdeckung des nach Georg Simon Ohm benannten Zusammenhangs zwischen Strom, Spannung und Widerstand zum 200. Mal. Bereits 1826 veröffentlichte Ohm die grundlegenden Ergebnisse seiner Untersuchungen, die er 1827 in seinem Hauptwerk 'Die galvanische Kette, mathematisch bearbeitet' ausführlich darlegte. Das heute nach ihm benannte Ohmsche Gesetz beschreibt die Beziehung dieser Größen mit der bekannten Formel U = R · I und zählt zu den wichtigsten Naturgesetzen der Elektrotechnik. ▶️

    Was heute in wenigen Sekunden vermittelt werden kann, war zu Ohms Zeiten eine wissenschaftliche Pionierleistung. Ohm gelang es erstmals, elektrische Vorgänge quantitativ zu beschreiben und berechenbar zu machen. Seine Arbeit legte damit einen Grundstein für die Entwicklung der Elektrotechnik, der Nachrichtentechnik und letztlich auch der modernen Informationsgesellschaft.

    Für Funkamateure gehört das Ohmsche Gesetz zum täglichen Handwerkszeug. Ob bei der Berechnung von Spannungen und Strömen in Sendern, Netzteilen und Antennenanlagen, bei der Fehlersuche oder beim Verständnis elektronischer Schaltungen: Die von Georg Simon Ohm erkannten Zusammenhänge sind aus dem Amateurfunk nicht wegzudenken.

    Obwohl das Gesetz zunächst auf Skepsis stieß, wurde seine Bedeutung später weltweit anerkannt. Heute tragen die internationale Einheit des elektrischen Widerstands, das Ohm mit dem Einheitenzeichen Ω, sowie zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen und Auszeichnungen seinen Namen.

    Das Jubiläumsjahr 2026 erinnert an eine Entdeckung, die weit über die Physik hinauswirkt und auch nach zwei Jahrhunderten nichts von ihrer Bedeutung verloren hat. 200 Jahre nach der Veröffentlichung des Ohmschen Gesetzes bleibt Georg Simon Ohms Werk eine unverzichtbare Grundlage für Forschung, Technik und den Amateurfunk. 

    Bild: Gemälde des Physikers Georg Simon Ohm (Bayerische Akademie der Wissenschaften; gemeinfrei, Ausschnitt) 

  10. 01.11.2026   foF2 und MUF - was ist der Unterschied?

    Aktuell drückt der schnelle Sonnenwind von rund 500 km/s die maximal nutzbaren Frequenzen deutlich nach unten: Lag die MUF für eine Sprungdistanz von 3000 km am Standort Dourbes in Belgien gestern Morgen um 0705 UTC noch bei etwa 20 MHz, wurden heute zur gleichen Zeit nur noch rund 13 MHz gemessen. Doch was genau steckt hinter den häufig verwendeten Begriffen foF2 und MUF? Worin unterscheiden sich beide Kenngrößen, welche Aussagekraft haben sie für die Kurzwellenausbreitung und welche davon ist für Funkamateure im praktischen Betrieb besonders relevant? ▶️

    Die foF2 ist die sogenannte Senkrechtfrequenz, also die höchste Frequenz, die bei senkrechter Abstrahlung zur Ionosphäre noch von der F2-Schicht zur Erde zurückgebrochen wird. Vereinfacht gesagt beschreibt sie die maximale nutzbare Frequenz für eine Sprungdistanz von praktisch 0 km.

    Wird dagegen von der MUF gesprochen, ist meist die MUF(3000)F2 gemeint, oft auch kurz als MUF3000 bezeichnet. Sie beschreibt die maximale nutzbare Frequenz für eine Einzelsprungverbindung über 3000 km und ist damit deutlich praxisnäher für den DX-Verkehr. Der zugrunde liegende Elevationswinkel liegt bei typischen F2-Schichthöhen bei etwa 10° über dem Horizont. Grundsätzlich gilt: Je flacher der Abstrahlwinkel, desto größer die erreichbare Sprungdistanz.

    Die MUF3000 wird häufig nicht direkt gemessen, sondern aus der foF2 berechnet. Dazu wird die foF2 mit einem Faktor multipliziert:

    MUF(3000)F2 = foF2 × X

    Dieser Faktor (X) liegt je nach Standort und ionosphärischen Bedingungen meist zwischen 2,5 und 4. Er berücksichtigt den Umstand, dass bei flacheren Einfalls- und Ausfallswinkeln deutlich höhere Frequenzen genutzt werden können als bei senkrechter Ausbreitung. Während die foF2 also vor allem ein Maß für die aktuelle Ionisierung der F2-Schicht ist, liefert die MUF3000 eine direkte Aussage darüber, welche oberen Kurzwellenbänder für Weitverkehrsverbindungen tatsächlich nutzbar sind. 

    Abb. in: https://www.propquest.org/graphs?type=live 

  11. 31.10.2026   Die "EIBI-Liste" - Winterfahrplan für Kurzwelle

    Seit heute ist die EIBI-Liste für den Winter 2026/2027 veröffentlicht, eine von dem deutschen Kurzwellen-Enthusiasten Eike Bierwirth gepflegte Frequenzdatenbank, die weltweit von Kurzwellenhörern, DXern und Funkamateuren genutzt wird. Sie enthält aktuelle Informationen über Rundfunksender, Utility-Dienste und andere Aussendungen im Kurzwellenbereich und wird regelmäßig an die jeweiligen Sendepläne der Sommer- und Wintersaison angepasst. Für jede Aussendung sind unter anderem Frequenz, Sendezeiten in UTC, Wochentage, Sprache, Zielgebiet, Sendername und häufig auch der Sendeort aufgeführt. ▶️

    Die EiBi-Liste hilft vor allem dabei, unbekannte Signale zu identifizieren. Wer beim Abstimmen über die Kurzwellenbänder auf eine Station stößt, kann Frequenz und Uhrzeit mit den Einträgen der Datenbank vergleichen und erhält oft sofort Hinweise darauf, welcher Sender oder Dienst aktiv ist. Dadurch ist die Liste nicht nur für den klassischen Rundfunk-DX interessant, sondern auch für die Beobachtung von Flugfunk, Seefunk, Zeitzeichensendern, Wetterdiensten und weiteren Funkdiensten außerhalb des Rundfunks.

    Durch ihre hohe Aktualität und die sorgfältige Pflege gilt die EiBi-Liste heute als eine der wichtigsten Referenzquellen im internationalen Kurzwellen-DX. Viele Empfängerprogramme, SDR-Anwendungen und Online-Datenbanken nutzen sie als Grundlage oder bieten einen direkten Import der Frequenzdaten an. Für Funkamateure ist sie zudem eine wertvolle Hilfe, um Rundfunk- und andere Aussendungen in der Nähe der Amateurfunkbänder schnell zu erkennen und einzuordnen. 

    Erklärungen zur Liste: https://www.eibispace.de/dx/README.TXT 

  12. 30.10.2026   Halloween-Stürme 2003

    Die Halloween-Stürme des Jahres 2003 wird einigen Funkamateuren bis heute in Erinnerung geblieben sein. Weltraumwetter-Forscher betrachten sie als das bedeutendste Sonnensturmereignis der Satellitenära und als eines der stärksten seit dem berühmten Carrington-Ereignis von 1859. ▶️

    Ende Oktober 2003 sorgte eine außergewöhnlich aktive Sonnenregion für eine Serie gewaltiger Sonneneruptionen und koronaler Massenauswürfe. Innerhalb weniger Tage wurden enorme Mengen elektrisch geladener Teilchen ins All geschleudert. Diese trafen die Erde und verursachten geomagnetische Stürme der höchsten NOAA-Kategorie G5 („Extreme“). Eine der Eruptionen gehörte zu den stärksten jemals gemessenen und wurde später auf etwa X45 geschätzt. 

    Besonders eindrucksvoll waren die Auswirkungen auf die Ionosphäre und damit auf den Funkverkehr. Während einige Kurzwellenbänder zeitweise nahezu unbrauchbar wurden, eröffneten sich auf anderen Frequenzen ungewöhnliche Ausbreitungswege. Funkamateure weltweit beobachteten starke Schwankungen der Ausbreitungsbedingungen, plötzliche Signaleinbrüche sowie außergewöhnliche DX-Möglichkeiten. Auch auf den VHF-Bändern sorgten die durch die Polarlichter verursachten Reflexionen für seltene Aurora-Verbindungen.

    Für die breite Öffentlichkeit wurden die Ereignisse vor allem durch spektakuläre Polarlichter sichtbar. Diese waren nicht nur in Skandinavien, sondern auch über Mitteleuropa und in weiten Teilen Deutschlands mit bloßem Auge zu beobachten. Der Himmel leuchtete vielerorts in roten und grünen Farben und bot ein Naturschauspiel, das sonst nur in deutlich höheren Breiten zu sehen ist.

    Die Folgen beschränkten sich jedoch nicht auf beeindruckende Himmelserscheinungen. Satelliten, Navigationssysteme und Funkdienste waren zeitweise beeinträchtigt, Flugrouten über die Polarregionen mussten angepasst werden, Astronauten auf der ISS suchten besser abgeschirmte Bereiche auf. Und in Teilen Schwedens kam es sogar zu Stromausfällen infolge geomagnetisch induzierter Ströme in den Energienetzen. Die Halloween-Stürme von 2003 gelten deshalb daher als eines der bedeutendsten Weltraumwetterereignisse der modernen Zeit.

    Auch mehr als zwei Jahrzehnte später dienen die Halloween-Magnetstürme als wichtige Referenz für Forschung und Praxis. Sie zeigen eindrucksvoll, wie eng die Aktivität unserer Sonne mit dem Funkverkehr auf der Erde verknüpft ist und welche Auswirkungen extreme Weltraumwetterereignisse auf die technische Infrastruktur und die Amateurfunkkommunikation haben können. Für viele Funkamateure waren die Tage Ende Oktober 2003 eine seltene Gelegenheit, die Dynamik der Ionosphäre unmittelbar zu erleben und außergewöhnliche Ausbreitungsphänomene aus erster Hand zu beobachten.

    Bild: Auf dieser Aufnahme vom 28. Oktober 2003 ist die riesige Sonnenfleckengruppe NOAA 10486 zu sehen, die für mehrere Extrem-Eruptionen verantwortlich war. Durch die Anordnung der Flecken erinnert die Sonnenscheibe an einen Halloween-Kürbis (Jack O'Lantern). Die Fleckengruppe war zeitweise mehr als zehnmal so groß wie die Erde und erzeugte die berühmten Halloween-Sonnenstürme von 2003. 

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