Die 12 neusten RSS-Einträge aus aus den
DARC News
- 04.11.2026 Die Zukunft des Amateurfunks: Vier Präsidenten im Gespräch

Ist Funktechnik im Zeitalter von Smartphones und 5G-Netzen längst veraltet? Keineswegs. Der Amateurfunk besitzt bis heute ein enormes Innovationspotenzial. Er ist bedeutungsvoll für die globale Kommunikation.
Auf der RSGB-Tagung 2026 trafen sich vier führende Verbandspräsidenten. Steve Thomas von der RSGB moderierte das Gespräch. Mit dabei waren Tim Ellam (IARU) und Bob Beebe (RSGB). Auch Christian Entsfellner (DARC) und Jeffery Roe (IRTS) nahmen teil. Ihre Botschaft ist klar.
Die Funktechnologie wandelt sich stark. Gleichzeitig braucht der Amateurfunk starke Verbände zur Verteidigung der Frequenzen.
Frequenzteilung als Vertrauensbeweis der Behörden
Regulierungsbehörden vergeben Frequenzen heute selten in starren Blöcken. Stattdessen setzt sich die Frequenzteilung immer weiter durch. Satellitendienste nutzen insbesondere Frequenzen nahe dem 70-cm-Band. Behörden verwalten freie Kapazitäten heute sehr dynamisch. Christian Entsfellner Vorsitzender des DARC nennt ein wichtiges Beispiel aus Deutschland. Dort teilen sich Funkamateure die Mikrowellenbänder oft mit dem Militär. Diese Partnerschaft schützt vor dem Frequenzhunger kommerzieller Mobilfunkanbieter. Auch Landesgrenzen spielen eine wichtige Rolle. In Österreich nutzen andere Dienste die obersten 90 kHz des 70-cm-Bands. Das erfordert an den Grenzen höchste technische Präzision. Für Jeffery Roe (IRTS) ist diese Frequenzteilung ein echtes Gütesiegel. Die Behörden vertrauen auf die hohe Kompetenz der Funkamateure. Funkamateure handeln im geteilten Spektrum fair und präzise. So beweisen sie sich als verlässliche Partner der Regulierungsbehörden.
Nachwuchs gewinnen durch Outdoor-Aktivitäten
Die Mitglieder in den über 170 IARU-Verbänden werden immer älter. Deshalb hat die IARU-Region 1 ein eigenes Jugendkomitee gegründet. Zudem fließen nun mehr Gelder direkt in die Nachwuchsförderung. Das Hobby verändert seinen Charakter komplett. Amateurfunk findet nicht mehr nur isoliert im heimischen Funkkeller statt. Er wird zum aktiven Gemeinschaftserlebnis in der Natur. Programme wie SOTA (Berge) oder POTA (Parks) liegen voll im Trend. Auch Schulkontakte zur Raumstation ISS begeistern junge Menschen. Sie verbinden moderne Technik mit echtem Teamgeist. Das hat auch große wirtschaftliche Vorteile. Jugendliche lernen so früh die Grundlagen der Hochfrequenztechnik kennen. Der Amateurfunk sichert damit wichtige Fachkräfte für den Arbeitsmarkt von morgen.
Software ersetzt den klassischen Lötkolben
Über 90 Prozent des Amateurfunkspektrums liegen oberhalb von 144 MHz. Hier liegt ein gewaltiges Potenzial für neue Ideen. Statt am Lötkolben entsteht Innovation heute meist am Computer. Software Defined Radio (SDR) und digitale Signalverarbeitung dominieren die moderne Funkwerkstatt. Funkamateure programmieren eigene digitale Betriebsarten wie M17 und neue Codecs. Skepsis gegenüber Neuem gab es im Hobby schon immer. Das galt früher für SSB und später für FT8. Bob Beebe (RSGB) vergleicht das mit der Musikbranche. Dort erlebt die klassische Schallplatte heute ein großes Comeback. Ähnlich läuft es beim Funken. Viele junge Leute starten mit digitalen Software-Modi. Später entdecken sie dann ihre Leidenschaft für die klassische Morsetelegrafie. Der Amateurfunk verbindet gelebte Tradition mit modernster Technik.
Unsichtbare Diplomatie schützt unsere Frequenzen
Ohne nutzbare Frequenzen stirbt das Hobby aus. Die IARU vertritt die Funkamateure weltweit bei den wichtigen ITU-Tagungen. Ein Fall aus Zentralamerika zeigt die Bedeutung dieser Arbeit. Dort wollte eine Behörde die Lizenzgebühr auf 500 US-Dollar erhöhen. Die IARU schritt ein und klärte die Behörde auf. Die Gebühr wurde stark gesenkt. Für Jugendliche wurde sie sogar komplett gestrichen.Auf der Weltfunkkonferenz 2023 kämpften rund 20 ehrenamtliche Experten für unsere Frequenzen. Sie arbeiteten vier Wochen lang intensiv in den Regierungsdelegationen mit. Doch Tim Ellam warnt vor einem kommenden Problem. Nach der Konferenz 2027 gehen viele erfahrene Experten in den Ruhestand. Es werden dringend junge Nachfolger für diese wichtige Frequenzdiplomatie gesucht. Nationale Verbände wie der DARC arbeiten eng mit Behörden wie der Bundesnetzagentur zusammen. Christian Entsfellner nennt das aktives Frequenzmanagement statt reiner Verteidigung. Bob Beebe bringt es deutlich auf den Punkt. Der Schutz der Frequenzen ist der wichtigste Grund für eine Verbandsmitgliedschaft. Nur mit vielen Mitgliedern haben Verbände wie DARC oder RSGB eine starke Stimme.
Der Mensch steht immer im Mittelpunkt
Die Zukunft des Amateurfunks verbindet moderne Software mit großer Experimentierfreude. Doch trotz aller High-Tech-Entwicklungen bleibt der Kern des Hobbys gleich. Tim Ellam betont diesen Punkt zum Abschluss besonders. Im Zentrum steht immer der Mensch. Der Amateurfunk ist ein weltweites Netzwerk. Er verbindet Menschen aller Kulturen durch eine gemeinsame Leidenschaft. Das Interview in englischer Sprache findet ihr auf dem YouTube-Kanal des RSGB über den Link: https://t1p.de/srv29 - 04.11.2026 DARC-Mitgliederversammlung tagt am 14. November

Am Samstag, dem 14. November, findet im Hotel Stadt Baunatal, Wilhelmshöher Str. 5 in 34225 Baunatal die Mitgliederversammlung des DARC e.V. statt. Der Tag beginnt um 9 Uhr mit einer offenen Diskussionsrunde für DARC-Mitglieder, in der bis etwa 10:30 Uhr ein Meinungsbild zu den vorliegenden Anträgen erarbeitet wird. Im Anschluss beginnt um 11 Uhr die eigentliche Mitgliederversammlung, die bis ungefähr 18 Uhr fortgeführt wird und ebenfalls öffentlich für alle DARC-Mitglieder ist.
Die Unterlagen zur Versammlung nebst Tagesordnung und der vorliegenden Anträge sind unter https://www.darc.de/der-club/vo-ar/ar/ abrufbar (vorheriger Login als Mitglied erforderlich).
- 04.11.2026 Open mechanical key activity

Der im September 2026 von Funkamateuren aus Deutschland, Lettland, dem Vereinigten Königreich und den USA gegründete Dog Day Telegraphy Club veranstaltet vier Mal im Jahr die „Open mechanical key activity“. Die einstündige Aktivität findet jeweils am ersten Freitag im Monat – in Kürze am 6. November – abends im 80-m-Band statt. Eingeladen sind alle Telegrafisten mit mechanischen Tasten, also Handtasten, Schlackertasten (Bugs) oder Cooties. Elektronische Tasten oder Computertasten sind nicht erwünscht! Es geht darum, den Sound mechanischer Tasten aufleben zu lassen.
Frequenzen sind 3520 bis 3560 kHz, wobei auf QRP-Op bitte Rücksicht genommen werden sollte. Ausgetauscht werden RST (bitte ehrlich und nicht immer 599), Alter des Op und Typ der Taste. Typ ist „S“ für Handtaste („Straight key“), „B“ für Schlackertaste („Bug“) und „C“ für Cootie. Anruf ist „CQ MK“. Gewertet wird die Summe der Altersangaben aller QSO-Partner. Dubletten sollen im Log bleiben, sie werden von Amts wegen gestrichen und führen nicht zu einer Abwertung. Die vollständige Ausschreibung findet sich auf der Hompage des Clubs: https://dogdaytelegraphy.org/mechanical-key/. Die nächsten Termine sind: 4. Dezember 2026 18:00 UTC; 5. Februar 2027 18:00 UTC; 7. Mai 2027 19:00 UTC; 1. Oktober 2027 18:00 UTC; 3. Dezember 2027 18 Uhr UTC. Anfragen in englischer Sprache sendet man an info(at)dogdaytelegraphy.org, Anfragen in deutscher oder englischer Sprache an df4wx(at)darc.de. Darüber berichtet Michael Straub, DF4WX.
- 04.11.2026 FunkWX - Sonnenaktivität nimmt langsam wieder zu

Der Sonnenwind hat sich deutlich abgeschwächt, und das wird in den nächsten 24 Stunden so bleiben. Es ist daher mit ruhiger geomagnetischer Aktivität (Kp 0–2) zu rechnen. Anders sieht es in Bezug auf das Flarerisiko aus, zwei Sonnenflecken zeigen eine zunehmend komplexere Konfiguration, damit ist das Risiko gestiegen - auf "mäßig" (M25% X10%). Auch der solare Flux hat zugelegt - auf 100 Einheiten. |
- 03.11.2026 DK0WCY und FunkWX setzen auf noch bessere Weltraumwetterdaten

Gute Nachrichten für alle an Funkwetter und Ausbreitungsbedingungen Interessierten: DK0WCY nutzt ab sofort neue, hochwertige Datenquellen für wichtige Sonnenaktivitätsparameter. Die Sonnenfleckenrelativzahl wird nun von SILSO (Sunspot Index and Long-term Solar Observations) in Belgien bezogen. Mit der EISN (Estimated International Sunspot Number) steht eine international abgestimmte Kennzahl zur Verfügung, die die Beobachtungen zahlreicher Sonnenobservatorien weltweit zusammenführt und damit eine besonders belastbare Grundlage bietet. ▶️
Auch der solare Flux wird künftig direkt von der offiziellen Quelle, dem Dominion Radio Astrophysical Observatory (DRAO) in Kanada, übernommen. Zusätzlich erfolgt die Darstellung nun mit einer Nachkommastelle, was eine noch präzisere Wiedergabe ermöglicht.
Ab dem 4. November werden diese Verbesserungen ebenfalls im täglichen Funkwetterbericht (FunkWX) umgesetzt. Damit stehen Funkamateuren und Kurzwelleninteressierten noch genauere und wissenschaftlich fundierte Informationen für die Beurteilung der Ausbreitungsbedingungen zur Verfügung.
Siehe auch http://dk0wcy.de/magnetogram/. - 02.11.2026 Vortrag: Antennen anpassen mit PASAN: Smith-Diagramm anschaulich nutzen

Am 4. November findet auf dem Treff.DARC der Vortrag „Antennen anpassen mit PASAN: Smith-Diagramm anschaulich nutzen“ statt. Beginn ist um 19 Uhr. Weitere Informationen nebst dem Teilnahmelink finden Sie auf treff.darc.de .
- 02.11.2026 YOTA Subregional Camp 2026 in Belgien – Bewerbung gestartet

Vom 19. bis 23. Dezember 2026 findet das nächste YOTA (Youngsters On The Air) Subregional Camp im Euro Space Center in Transinne (Belgien) statt – und du könntest dabei sein! Organisiert wird das Camp von der belgischen Amateurfunkvereinigung UBA. Insgesamt werden 25 junge Funkamateure aus Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und Großbritannien zusammenkommen, um fünf spannende Tage rund um den Amateurfunk zu erleben.
Dich erwarten:
- Internationale Begegnungen und neue Freundschaften
- Spannende Amateurfunk-Aktivitäten
- Workshops, Technik und gemeinsames Lernen
- Erfahrungsaustausch mit jungen Funkamateuren aus anderen Ländern
- Ein abwechslungsreiches Programm an einem außergewöhnlichen Veranstaltungsort
Wir suchen das deutsche YOTA-Team!
Für Deutschland stehen dem DARC insgesamt 3 Plätze zur Verfügung:
- 1 Teamlead: mindestens 18 Jahre, maximal 25 Jahre
- 2 Teilnehmende: 15 bis 25 Jahre
Der DARC stellt das deutsche Team zusammen und meldet die ausgewählten Personen offiziell beim Veranstalter an. Die Auswahl erfolgt durch das AJW-DL-Referat.
So kannst du dich bewerben:
Wenn du Interesse hast, schicke uns eine E-Mail mit einigen Informationen über dich. Erzähle uns beispielsweise, welche Erfahrungen du bereits im Amateurfunk gesammelt hast, was dich besonders interessiert und warum du gerne beim YOTA Camp dabei sein möchtest.
Bitte gib auch dein Alter, dein Rufzeichen (falls vorhanden) und an, ob du dich als Teamlead oder als Teilnehmer bewirbst. Bitte gebe auch eine Telefonnummer an, wo wir dich ggf. bei Rückfragen erreichen können.
Deine Bewerbung muss bis spätestens 10. November 2026 per E-Mail bei uns eingehen:
Da die Plätze für Deutschland auf drei Personen begrenzt sind, müssen wir gegebenenfalls unter den Bewerbungen auswählen. Idealerweise möchten wir auch jungen Funkamateuren eine Chance geben, die bisher noch nicht an einem internationalen YOTA Camp teilgenommen haben. Eine erneute Teilnahme ist selbstverständlich nicht ausgeschlossen.
Teilnahme und Kosten
Dank der Unterstützung durch Sponsoren beträgt die Teilnahmegebühr lediglich 35 Euro für fünf Tage und vier Übernachtungen. Hinzu kommen die individuellen Anreisekosten, die du als Teilnehmer selbst tragen musst.
Weitere Informationen
Alle Informationen zum Camp findest du auf der offiziellen Veranstaltungsseite:
Die Ankündigung des belgischen Amateurfunkverbandes UBA findest du hier:
https://www.uba.be/nl/nieuws/registraties-yota-kamp-belgie-geopend
Weitere Informationen über das internationale YOTA-Programm und Eindrücke vergangener Veranstaltungen gibt es unter:
Wichtig: Die Bewerbung für das deutsche Team erfolgt ausschließlich über das AJW-Referat des DARC. Bitte melde dich nicht eigenständig über das belgische Anmeldeformular an.
Wir freuen uns auf deine Bewerbung und darauf, gemeinsam mit euch ein engagiertes deutsches Team nach Belgien zu schicken!
Bei Fragen kannst du dich jederzeit gerne an uns wenden.
Darüber informiert Florian Schmid, DL1FLO, vom DARC AJW-Referat.
- 02.11.2026 Aktuelle Conteste KW 45/2026

Conteste in der Kalenderwoche 45/2026 - 02.11.26 bis 08.11.26 ►
Mo 02.11.26 Di 03.11.26 Mi 04.11.26 Do 05.11.26 Fr 06.11.26 Sa 07.11.26 So 08.11.26 16:30 - 17:29
OK1WC Memorial
[CW] [80/40m]18:00 - 20:00
Westfalen Nord
[CW/SSB/FM] [144/432MHz]17:00 - 21:00
FT8 Activity
[FT8][144MHz]07:00 - 08:00
CWT Mini Contest
[CW] [160 - 10m]14:00 < IARU-R1 MM CW Contest > 13:59
[144] [CW]
[CMC/CMO/UKW]20:00 - 21:30
RSGB Autumn
[Digi] [80m]18:00 - 22:00
GMA Contest
[alle][144MHz]19:00 - 20:00
CWT Mini Contest
[CW] [160 - 10m]07:00 - 17:00
FIRAC Contest
[SSB] [80m - 10m]18:00 - 22:00
NRAU Activity
[alle][144MHz]06:00 - 18:00
50. IPA Radio Club Contest
[CW] [80 - 10m]06:00 - 18:00
50. IPA Radio Club Contest
[SSB] [80 - 10m]18:00 - 22:00
SP Activity
[CW/SSB/FM] [144MHz]xxxxxxxxxxxxxxxxxxx 15:00 - 15:30
Sunday Race
[CW] [80m]19:30 - 20:29
TTC-SPCWC
[CW] [80/40m]20:00 - 22:30
RSGB Activity
[alle][144MHz]xxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx - 02.11.2026 Sendemasten in Beidler/Luxemburg werden gesprengt

Für die drei Türme in Beidler in Luxemburg (JN39DR) herrscht nun Gewissheit: Sie werden am Freitag, dem 6. November, gegen 15 Uhr gesprengt. Die Firma Liesegang aus Hürth (D) wird die Sprengladungen zünden, die notwendigen Vorbereitungen hierfür laufen bereits. Die drei Sendemasten in Beidler gehören zum Broadcasting Center Europe (BCE), einer Tochtergesellschaft der RTL Groupe. Von 1972 bis zum 2. Januar 2023 (1 Uhr) sendeten sie Langwellenprogramme mit dem französischsprachigen Radioprogramm von RTL nach Frankreich.
Darüber berichtet Mich Friederich, LX1KQ, vom Amateurfunkverband Radioamateurs du Luxembourg (RL). RTL Luxemburg berichtet unter https://www.rtl.lu/news/national/de-6-november-ginn-dmasten-zu-beidler-gesprengt-2099246245.
(Foto: Ioni at Luxembourgish Wikipedia, Beidweiler Sender, CC BY-SA 3.0 LU) - 01.11.2026 200 Jahre Ohmsches Gesetz

In diesem Jahr jährt sich die Entdeckung des nach Georg Simon Ohm benannten Zusammenhangs zwischen Strom, Spannung und Widerstand zum 200. Mal. Bereits 1826 veröffentlichte Ohm die grundlegenden Ergebnisse seiner Untersuchungen, die er 1827 in seinem Hauptwerk 'Die galvanische Kette, mathematisch bearbeitet' ausführlich darlegte. Das heute nach ihm benannte Ohmsche Gesetz beschreibt die Beziehung dieser Größen mit der bekannten Formel U = R · I und zählt zu den wichtigsten Naturgesetzen der Elektrotechnik. ▶️
Was heute in wenigen Sekunden vermittelt werden kann, war zu Ohms Zeiten eine wissenschaftliche Pionierleistung. Ohm gelang es erstmals, elektrische Vorgänge quantitativ zu beschreiben und berechenbar zu machen. Seine Arbeit legte damit einen Grundstein für die Entwicklung der Elektrotechnik, der Nachrichtentechnik und letztlich auch der modernen Informationsgesellschaft.
Für Funkamateure gehört das Ohmsche Gesetz zum täglichen Handwerkszeug. Ob bei der Berechnung von Spannungen und Strömen in Sendern, Netzteilen und Antennenanlagen, bei der Fehlersuche oder beim Verständnis elektronischer Schaltungen: Die von Georg Simon Ohm erkannten Zusammenhänge sind aus dem Amateurfunk nicht wegzudenken.
Obwohl das Gesetz zunächst auf Skepsis stieß, wurde seine Bedeutung später weltweit anerkannt. Heute tragen die internationale Einheit des elektrischen Widerstands, das Ohm mit dem Einheitenzeichen Ω, sowie zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen und Auszeichnungen seinen Namen.
Das Jubiläumsjahr 2026 erinnert an eine Entdeckung, die weit über die Physik hinauswirkt und auch nach zwei Jahrhunderten nichts von ihrer Bedeutung verloren hat. 200 Jahre nach der Veröffentlichung des Ohmschen Gesetzes bleibt Georg Simon Ohms Werk eine unverzichtbare Grundlage für Forschung, Technik und den Amateurfunk.
Bild: Gemälde des Physikers Georg Simon Ohm (Bayerische Akademie der Wissenschaften; gemeinfrei, Ausschnitt) - 01.11.2026 foF2 und MUF - was ist der Unterschied?

Aktuell drückt der schnelle Sonnenwind von rund 500 km/s die maximal nutzbaren Frequenzen deutlich nach unten: Lag die MUF für eine Sprungdistanz von 3000 km am Standort Dourbes in Belgien gestern Morgen um 0705 UTC noch bei etwa 20 MHz, wurden heute zur gleichen Zeit nur noch rund 13 MHz gemessen. Doch was genau steckt hinter den häufig verwendeten Begriffen foF2 und MUF? Worin unterscheiden sich beide Kenngrößen, welche Aussagekraft haben sie für die Kurzwellenausbreitung und welche davon ist für Funkamateure im praktischen Betrieb besonders relevant? ▶️
Die foF2 ist die sogenannte Senkrechtfrequenz, also die höchste Frequenz, die bei senkrechter Abstrahlung zur Ionosphäre noch von der F2-Schicht zur Erde zurückgebrochen wird. Vereinfacht gesagt beschreibt sie die maximale nutzbare Frequenz für eine Sprungdistanz von praktisch 0 km.
Wird dagegen von der MUF gesprochen, ist meist die MUF(3000)F2 gemeint, oft auch kurz als MUF3000 bezeichnet. Sie beschreibt die maximale nutzbare Frequenz für eine Einzelsprungverbindung über 3000 km und ist damit deutlich praxisnäher für den DX-Verkehr. Der zugrunde liegende Elevationswinkel liegt bei typischen F2-Schichthöhen bei etwa 10° über dem Horizont. Grundsätzlich gilt: Je flacher der Abstrahlwinkel, desto größer die erreichbare Sprungdistanz.
Die MUF3000 wird häufig nicht direkt gemessen, sondern aus der foF2 berechnet. Dazu wird die foF2 mit einem Faktor multipliziert:
MUF(3000)F2 = foF2 × X
Dieser Faktor (X) liegt je nach Standort und ionosphärischen Bedingungen meist zwischen 2,5 und 4. Er berücksichtigt den Umstand, dass bei flacheren Einfalls- und Ausfallswinkeln deutlich höhere Frequenzen genutzt werden können als bei senkrechter Ausbreitung. Während die foF2 also vor allem ein Maß für die aktuelle Ionisierung der F2-Schicht ist, liefert die MUF3000 eine direkte Aussage darüber, welche oberen Kurzwellenbänder für Weitverkehrsverbindungen tatsächlich nutzbar sind.
Abb. in: https://www.propquest.org/graphs?type=live - 31.10.2026 Die "EIBI-Liste" - Winterfahrplan für Kurzwelle

Seit heute ist die EIBI-Liste für den Winter 2026/2027 veröffentlicht, eine von dem deutschen Kurzwellen-Enthusiasten Eike Bierwirth gepflegte Frequenzdatenbank, die weltweit von Kurzwellenhörern, DXern und Funkamateuren genutzt wird. Sie enthält aktuelle Informationen über Rundfunksender, Utility-Dienste und andere Aussendungen im Kurzwellenbereich und wird regelmäßig an die jeweiligen Sendepläne der Sommer- und Wintersaison angepasst. Für jede Aussendung sind unter anderem Frequenz, Sendezeiten in UTC, Wochentage, Sprache, Zielgebiet, Sendername und häufig auch der Sendeort aufgeführt. ▶️
Die EiBi-Liste hilft vor allem dabei, unbekannte Signale zu identifizieren. Wer beim Abstimmen über die Kurzwellenbänder auf eine Station stößt, kann Frequenz und Uhrzeit mit den Einträgen der Datenbank vergleichen und erhält oft sofort Hinweise darauf, welcher Sender oder Dienst aktiv ist. Dadurch ist die Liste nicht nur für den klassischen Rundfunk-DX interessant, sondern auch für die Beobachtung von Flugfunk, Seefunk, Zeitzeichensendern, Wetterdiensten und weiteren Funkdiensten außerhalb des Rundfunks.
Durch ihre hohe Aktualität und die sorgfältige Pflege gilt die EiBi-Liste heute als eine der wichtigsten Referenzquellen im internationalen Kurzwellen-DX. Viele Empfängerprogramme, SDR-Anwendungen und Online-Datenbanken nutzen sie als Grundlage oder bieten einen direkten Import der Frequenzdaten an. Für Funkamateure ist sie zudem eine wertvolle Hilfe, um Rundfunk- und andere Aussendungen in der Nähe der Amateurfunkbänder schnell zu erkennen und einzuordnen.
Erklärungen zur Liste: https://www.eibispace.de/dx/README.TXT